How to: Aquarellblätter vorbereiten

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Ihr kennt das bestimmt: ihr freut euch auf eine schöne Aquarellsession und egal welches Aquarellpapier ihr nehmt, es wellt sich immer wieder. Diese Wellen im Aquarellpapier, die durch die Verwendung von Wasser auf dem Papier entstehen, lassen sich nur schlecht wieder gerade ziehen.

Auch beim Scannen habe ich das Problem, dass der Scannerdeckel nicht das gesamte Blatt herunterdrückt und ich diese Wellen dann auch im gescannten Bild sehe. Deshalb habe ich jetzt immer auch ein dickes Buch neben dem Scanner liegen, das dann alles etwas mehr runterdrückt.

Ich möchte euch mit diesem Blogeintrag zeigen, wie ihr diese Wellen direkt vermeiden könnt. Dazu müsst ihr vor der Nutzung die Aquarellblätter vorbereiten. Diesen Tipp habe ich in der großen Online-Welt noch nie gesehen und bin nur zufällig durch die Mutter meines Freundes darauf aufmerksam gemacht worden. Die Idee dahinter ist, das Papier schon vor dem  Zusammentreff mit Aquarellfarbe komplett zu fluten und zu nässen. Es kann sich ausdehnen und wird bei weiterem Wasserauftrag nicht mehr wellig.

Material

  • Aquarellpapier (ich verwende ein grobes Papier von Hahnemühle)
  • Nassklebeband
  • Großes Holzbrett, dass viel Wasser verträgt
  • Schwamm
  • Wasser
  • Schere/ Cuttermesser

How to…

1. Um die Aquarellblätter vorbereiten zu können, reißt oder schneidet ihr zuerst die passenden Nassklebestreifen ab. Also vier Stück, einen für jede Seite eures Aquarellpapiers. Seid großzügig in der Länge, es kann gerne etwas abstehen. Es ist sinnvoll diesen Schritt zuerst zu machen, denn wenn eure Finger später vom Schwamm nass sind, dann klebt ihr am Klebestreifen fest 😉

Man kann es auf dem oberen Bild nur schlecht erkennen, aber das Nassklebeband hat zwei verschiedene Seiten. Die glänzende Seite ist die mit dem Klebstoff, die dann auf das Aquarellpapier und das Holzbrett geklebt wird.

2. Wenn ihr die Klebestreifen zugeschnitten habt, legt ihr das Blatt auf das Holzbrett. Ich feuchte dann den ersten Klebestreifen mit dem Schwamm an und klebe ihn an die obere Kante. Ihr könnt aber auch zuerst das gesamte Blatt mit Wasser fluten und anschließend die Klebestreifen platzieren.

3. Da viel Wasser benutzt wird, wellt sich das Papier sofort. Wenn das gesamte Papier mit Wasser benetzt ist und sich schon wellt, müssen die Klebestreifen angebracht werden. Wichtig: Beim Kleben nicht allzu viel Papier bedecken, denn das Nassklebeband bekommt ihr nicht mehr von dem Papier ab. Das Papier wird zum Schluss mit einem Cuttermesser oder einer Schere ausgeschnitten.

Beim Auftragen der Klebestreifen müsst ihr darauf achten, dass das Papier schön glatt gezogen wird und keine Wellen wirft.

4. Wenn das Papier glattgezogen ist und mit Klebeband versehen wurde, heißt es warten…

Resultat

Hier gibt es jetzt den Vergleich des normalen Papiers und dem vorbereiteten Papier. Dies war ein schöner Anlass meine neue Prima Marketing Aquarellpalette zu benutzen.

Zum Test habe ich auf dem unvorbereiteten Papier eine Pfingstrose in der Farbe „19“ der Tropicals Prima Marketing Watercolor* Palette gemalt.

Wie ihr sehen könnt, hat sich das Blatt gewellt. Vor allem beim zweiten Bild erkennt man, wie die Farbe bei dem linken Rosenblatt nach links fällt, weil dort die Welle das Wasser und die Farbe runterzieht.

Das bearbeitete Aquarellblatt habe ich mit einem Cutter vom Brett herausgeschnitten. Dabei habe ich nicht sauber gearbeitet und das Blatt ist ein wenig eingerissen (Vorführeffekt).

Ich habe versucht die Pfingstrose nochmals zu malen und dabei wieder ordentlich Wasser benutzt. Das Papier hat sich dabei nur minimal gewellt. Beim Vergleich von vorne sieht man bei beiden Blättern nur wenig Unterschied. Dreht man aber das Blatt um, so sieht man direkt, dass das unbehandelte Blatt stärker gewellt ist, als das vorbereitete Papier.

Mein Fazit: Diese Methode sparrt einigen Ärger, wenn man auf ein glattes Ergebnis angewiesen ist. Es ist ein guter Tipp und ich bin froh, dass ich von dieser Methode erfahren habe. Allerdings ist es etwas Zeitraubend, weil das Blatt komplett trocknen muss. Außerdem rate ich euch, direkt mehrere Blätter vorzubereiten, damit man immer eins zur Hand hat. Was haltet ihr von der Methode?

 

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3 Kommentare

  1. Für On-the-Go kann man sich auch spezielle Aquarellblöcke zulegen, da sind die Blätter an den Kanten miteinander verleimt. Da wellt sich das Papier also auch nicht so stark, wie bei einem losen Blatt.
    Ist ganz praktisch wenn man mal in einem Café etc. arbeiten möchte. 🙂

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